Mit einem Studium der Ergotherapie verbinden Sie therapeutisches Handwerk mit evidenzbasiertem Denken, wissenschaftlicher Methodik und einem fundierten Verständnis ganzheitlicher Behandlungskonzepte. Sie qualifizieren sich für Aufgaben in Klinik, Praxis, Forschung und Lehre – und schaffen sich eine berufliche Perspektive, die auch international anerkannt ist.
Ergotherapie studieren: Inhalte, Voraussetzungen, Studienformen und Karrierewege

Auf dieser Seite erfahren Sie, was Sie im Ergotherapie-Studium lernen, welche Voraussetzungen gelten, welche Studienformen es gibt und welche Karrierewege Ihnen offenstehen. Wir zeigen Ihnen außerdem den Unterschied zwischen primärqualifizierenden, ausbildungsintegrierenden und weiterqualifizierenden Studienmodellen – und helfen Ihnen einzuschätzen, welches Modell zu Ihrer Ausgangssituation passt.
Wichtig vorab – damit Sie keinen Umweg machen: Der Bachelor Therapiewissenschaften – Ergotherapie an der SRH Fernhochschule ist ein weiterqualifizierender Studiengang. Er richtet sich an Menschen, die bereits eine abgeschlossene oder laufende dreijährige Berufsausbildung in Ergotherapie mitbringen – die Ausbildung wird vollständig angerechnet.
- Ist Ergotherapie das richtige Studium für Sie?
- Was ist Ergotherapie – und warum ist das Studium so vielseitig?
- Was lernt man im Ergotherapie-Studium?
- Welche Voraussetzungen gibt es für ein Ergotherapie-Studium?
- So ist das Ergotherapie-Studium aufgebaut
- Welche Studienformen gibt es?
- Wie lange dauert das Ergotherapie-Studium und was kostet es?
- Welche Karrierewege eröffnet ein Ergotherapie-Studium?
- Welches Ergotherapie-Studium passt zu Ihrem Ziel?
- FAQ zum Ergotherapie-Studium
- Sie können Ergotherapie als Bachelor of Science (B.Sc.) studieren – an der SRH Fernhochschule in der Variante Therapiewissenschaften – Ergotherapie mit Anrechnung Ihrer Berufsausbildung.
- Inhalte reichen von medizinischen Grundlagen, ergotherapeutischen Modellen und Verfahren über klientenzentrierte Beratung und evidenzbasierte Praxis bis zu digitaler Therapie und Naturheilkunde.
- Es gibt primärqualifizierende, ausbildungsintegrierende und weiterqualifizierende Studienmodelle – passend für Schulabgänger:innen, Auszubildende und ausgebildete Ergotherapeut:innen.
- Das Studium qualifiziert für Tätigkeiten in Praxis, Klinik, Reha, Pädiatrie, Geriatrie, Psychiatrie, Forschung und Lehre sowie für die eigene Praxis oder Leitungsaufgaben.
- An der SRH Fernhochschule studieren Sie Ergotherapie ohne NC, berufsbegleitend und ortsunabhängig – mit monatlichem Studienstart und individueller Anrechnung Ihrer Vorleistungen.
Was ist Ergotherapie – und warum ist das Studium so vielseitig?
Ergotherapie unterstützt Menschen jeden Alters, ihre Handlungsfähigkeit und Teilhabe am Alltag zurückzugewinnen oder zu erhalten – nach einem Schlaganfall, bei chronischen Erkrankungen, psychischen Belastungen, Entwicklungsstörungen oder altersbedingten Einschränkungen. Im Zentrum steht die Betätigung: alles, was Menschen aus eigener Motivation tun, müssen oder möchten – von Selbstversorgung über Arbeit bis zu Freizeit und sozialer Teilhabe.
Ergotherapie ist mehr als Beschäftigungstherapie
Der Beruf hat sich in den letzten 25 Jahren tiefgreifend gewandelt. Aus dem ursprünglichen Verständnis als „Beschäftigungstherapie" ist eine evidenzbasierte, klientenzentrierte Disziplin geworden, die auf international anerkannte Modelle wie das Canadian Model of Occupational Performance and Engagement (CMOP-E), das Person-Environment-Occupation-Performance (PEOP) oder die International Classification of Functioning, Disability and Health (ICF) zurückgreift. Heutige Ergotherapeut:innen arbeiten mit klar definierten Zielen, Assessments, dokumentierten Verlaufskontrollen und überprüfbaren Outcomes. Der Deutsche Verband Ergotherapie (DVE) als Berufsverband begleitet diese Entwicklung fachlich und berufspolitisch und pflegt unter anderem ein eigenes Verzeichnis aller ergotherapeutischen Studiengänge in Deutschland.
Ergotherapie ist eine evidenzbasierte Wissenschaft
Mit der Akademisierung der Gesundheitsfachberufe ist die Ergotherapie als eigenständige Wissenschaft – die Therapiewissenschaft – fest etabliert. Studierende lernen, klinische Fragen in Forschungsfragen zu übersetzen, Studiendesigns zu beurteilen, qualitative und quantitative Daten zu analysieren und ihre Ergebnisse in Praxis, Lehre und Versorgungsforschung einzubringen. Die Disziplin ist eng vernetzt mit Medizin, Psychologie, Pflegewissenschaft und Public Health.
Wenn Sie einzelne Bereiche genauer entdecken möchten, finden Sie in unserer Themenwelt Gesundheit weiterführende Inhalte zu…
Unterschied zwischen Ergotherapie, Physiotherapie und Logopädie
Drei Berufe, ein gemeinsames Anliegen – Teilhabe und Lebensqualität. Sie unterscheiden sich aber in Fokus, Methodik und Indikation:
| Therapieform | Fokus | Typische Indikationen | Typische Methoden |
| Ergotherapie | Handlungsfähigkeit, Betätigung, Teilhabe im Alltag und im Beruf | Schlaganfall, Demenz, ADHS, Autismus-Spektrum, Handverletzungen, Depression, Psychosen | Klientenzentrierte Verfahren, Sensorische Integration, Bobath, Affolter, Handtherapie, Hilfsmittelversorgung |
| Physiotherapie | Bewegung, Körperfunktionen, motorische Rehabilitation | Orthopädische, neurologische, kardio-pulmonale Erkrankungen, Sportverletzungen | Manuelle Therapie, Krankengymnastik, PNF, Bobath, gerätegestützte Therapie |
| Logopädie | Sprache, Sprechen, Stimme, Schlucken | Aphasie, Dysarthrie, Sprachentwicklungsstörungen, Stottern, Dysphagie | Sprachtherapie, Stimmtherapie, FOTT, Therapie nach Castillo Morales |
Die Studiengänge Therapiewissenschaften – Ergotherapie, Physiotherapie und Logopädie an der SRH Fernhochschule sind nach derselben Logik aufgebaut – mit jeweils spezifischen Vertiefungen für das eigene Berufsfeld.
Was lernt man im Ergotherapie-Studium?
Das Ergotherapie-Studium ist breit angelegt. Es kombiniert medizinische, psychologische, sozial- und bewegungswissenschaftliche Grundlagen mit fachspezifischen ergotherapeutischen Verfahren und einer Methodenausbildung in wissenschaftlichem Arbeiten und Forschung. Die genaue Modulstruktur unterscheidet sich je nach Studienmodell – primärqualifizierende, ausbildungsintegrierende und weiterqualifizierende Studiengänge setzen unterschiedliche Schwerpunkte.

- Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie
- Neurologie, Orthopädie, Innere Medizin und Pädiatrie
- Psychiatrie und Psychosomatik
- Grundlagen der Bewegungs- und Sportwissenschaft
- Pharmakologie und Heilmittelrichtlinien
- Ergotherapeutische Modelle (CMOP-E, MOHO, PEOP, ICF)
- Spezifische Behandlungsverfahren: Bobath, Affolter, Sensorische Integration, FOTT
- Handtherapie, Schienenbau und Hilfsmittelversorgung
- Pädiatrische, geriatrische, neurologische und psychiatrische Ergotherapie
- Arbeitsbezogene Ergotherapie und berufliche Rehabilitation
- Therapeutische Beziehungsgestaltung und Gesprächsführung
- Klientenzentrierte Befunderhebung, Zielvereinbarung und Therapieplanung
- Angehörigenberatung und Edukation
- Interprofessionelle Kommunikation im Behandlungsteam
- Reflexion professioneller Nähe und Distanz
- Wissenschaftliches Arbeiten und Schreiben
- Qualitative und quantitative Forschungsmethoden
- Statistik und Datenauswertung
- Evidenzbasierte Praxis und Leitlinienarbeit
- Lesen und Bewerten von Studien (Critical Appraisal)
- Telemedizin und teletherapeutische Konzepte
- Digitale Anwendungen in der Ergotherapie (DiGA, Therapie-Apps, Wearables)
- Naturheilkunde und integrative Medizin (Mind-Body-Medicine)
- Versorgungsforschung und Innovation im Gesundheitswesen
- Institutionelle Rahmenbedingungen und Qualitätsmanagement
Praktische Erfahrungen sind im Ergotherapie-Studium fester Bestandteil – sei es über Praktika, Praxisprojekte oder die enge Verzahnung mit der parallelen oder vorgängigen Berufsausbildung. Sie üben Befunderhebung, Therapieplanung und Dokumentation an realen Fallbeispielen, lernen, eigene Behandlungen kritisch zu reflektieren und Behandlungsergebnisse wissenschaftlich auszuwerten.
Welche Voraussetzungen gibt es für ein Ergotherapie-Studium?
Welche Voraussetzungen gelten, hängt stark vom Studienmodell ab. Primärqualifizierende Studiengänge sprechen direkt Schulabgänger:innen an, ausbildungsintegrierende Modelle Schulabgänger:innen mit klarem Berufswunsch, weiterqualifizierende Studiengänge wie an der SRH Fernhochschule ausgebildete oder in Ausbildung befindliche Ergotherapeut:innen.
Für den Bachelor in Ergotherapie benötigen Sie in der Regel eine Hochschulzugangsberechtigung – das heißt:
- die allgemeine Hochschulreife (Abitur),
- die fachgebundene Hochschulreife oder
- die Fachhochschulreife.
Daneben kommen alternative Wege infrage: ein Probestudium, eine anerkannte Aufstiegsfortbildung oder ein bereits absolviertes erstes Studienjahr an einer anderen deutschen Hochschule.
Auch wer keine klassische Hochschulreife mitbringt, kann Ergotherapie studieren. Möglich ist das über:
- einen anerkannten Fortbildungsabschluss (z. B. Meister:in, Fachwirt:in, Techniker:in),
- eine berufliche Qualifikation in Verbindung mit einem Probestudium an der SRH Fernhochschule,
- ein Jahr erfolgreiches Studium an einer Hochschule in einem anderen Bundesland.
Wer bereits eine abgeschlossene Berufsausbildung als Ergotherapeut:in mitbringt, hat damit oft den direkten Zugang zu weiterqualifizierenden Bachelor-Studiengängen – wie an der SRH Fernhochschule.
Anders als an vielen staatlichen Hochschulen ist das Ergotherapie-Studium an der SRH Fernhochschule nicht mit einem Numerus Clausus belegt. Für uns stehen Persönlichkeit, Berufserfahrung und intrinsische Motivation im Vordergrund – nicht die Abiturnote. Sie können daher ohne Wartesemester und monatlich starten und sich auf Ihr Studium konzentrieren statt auf eine Auswahlnote.
Wer bereits eine dreijährige Berufsausbildung in Ergotherapie abgeschlossen hat oder sich aktuell in der Ausbildung befindet (mit erfolgreich abgeschlossenem ersten Ausbildungsjahr und gültigem Ausbildungsvertrag), kann an der SRH Fernhochschule den Bachelor Therapiewissenschaften – Ergotherapie aufnehmen. Die Inhalte der Ausbildung werden vollständig angerechnet, sodass sich die Regelstudienzeit auf drei Semester verkürzt. Welche konkreten Vorleistungen anrechenbar sind, prüfen wir individuell – mehr dazu unter Anrechnung von Vorleistungen.
Die rechtliche Grundlage des Berufs bildet das Ergotherapeutengesetz (ErgThG), das Ausbildung, staatliche Anerkennung und Führung der Berufsbezeichnung „Ergotherapeut:in" regelt. Die staatliche Berufsanerkennung erwerben Sie weiterhin über die Ausbildung – das Studium baut darauf auf und ergänzt sie um wissenschaftliche, methodische und führungsrelevante Kompetenzen.
Der typische Weg in den Master führt über einen einschlägigen Bachelorabschluss mit in der Regel 180 ECTS in Ergotherapie, Therapiewissenschaften, Gesundheits- oder Pflegewissenschaft. Je nach Hochschule und Studiengang zählen außerdem:
- Studieninhalte in Methodik, Statistik und Forschung,
- berufliche Erfahrung,
- bei manchen Mastern: ein Motivationsschreiben oder ein Auswahlgespräch.
An der SRH Fernhochschule können Sie nach Ihrem Bachelor mit verschiedenen Master-Optionen weitermachen – einen Überblick finden Sie unter Mastervarianten & Zulassungsvoraussetzungen.
- Empathie, Geduld und Belastbarkeit im Umgang mit Menschen in vulnerablen Lebenslagen
- Analytisches Denken und Bereitschaft zu evidenzbasiertem Arbeiten
- Freude an interdisziplinärer Zusammenarbeit
- Selbstorganisation und Lernmotivation – besonders im Fernstudium
- Reflexionsfähigkeit und Bereitschaft, eigene Haltung und Praxis kontinuierlich zu hinterfragen
So ist das Ergotherapie-Studium aufgebaut
Primärqualifizierende Bachelor-Studiengänge richten sich an Schulabgänger:innen, die direkt nach der Schule studieren möchten und im Studium sowohl die staatliche Berufszulassung (Berufsanerkennung) als auch den Bachelor of Science erwerben. Sie dauern in der Regel 7–8 Semester und kombinieren Theorie an der Hochschule mit umfangreichen klinischen Praktika.
Ausbildungsintegrierende Studiengänge verbinden die klassische dreijährige Berufsausbildung an einer Berufsfachschule mit einem parallelen Hochschulstudium. Sie schließen mit zwei Abschlüssen ab: der Berufsbezeichnung „Staatlich anerkannte:r Ergotherapeut:in" und dem Bachelor of Science. Die Dauer liegt in der Regel bei etwa 3,5 bis 4 Jahren.
Weiterqualifizierende Studiengänge richten sich an bereits ausgebildete oder in Ausbildung befindliche Ergotherapeut:innen, die sich neben dem Beruf akademisch weiterqualifizieren wollen. Die Ausbildung wird angerechnet, die Regelstudienzeit ist deutlich kürzer (oft 3–4 Semester berufsbegleitend), und Sie können das Studium flexibel mit Beruf und Privatleben vereinbaren.
An der SRH Fernhochschule studieren Sie Ergotherapie als weiterqualifizierenden Bachelor im Fernstudium: 180 ECTS, drei Semester Regelstudienzeit, monatlicher Studienstart, ohne NC.
Wer nach dem Bachelor weiterstudieren möchte, kann sich in einem Master der Therapiewissenschaften, Ergotherapie, Versorgungsforschung oder Public Health spezialisieren. Master-Programme dauern in der Regel 2–4 Semester und vermitteln vertiefende Kompetenzen in Forschung, Management, Lehre oder klinischer Spezialisierung.
Bachelor und Master im Vergleich
| Studienabschnitt | Ziel | Dauer (Regel) | ECTS | Typische Schwerpunkte |
| Bachelor primärqualifizierend | Berufsanerkennung + akademischer Abschluss | 7–8 Semester | 210–240 | Medizinische Grundlagen, Therapieverfahren, große Praxisanteile, wissenschaftliches Arbeiten |
| Bachelor ausbildungsintegrierend | Ausbildung + Bachelor parallel | 3,5–4 Jahre | 180–210 | Curriculum -Verzahnung mit der Fachschule, Schwerpunkt auf praktischer Anwendung |
| Bachelor weiterqualifizierend | Akademisierung nach abgeschlossener Ausbildung | 3–6 Semester berufsbegleitend | 180 | Evidenzbasierte Praxis, Forschungsmethoden, ganzheitliche Konzepte, digitale Therapie |
| Master Therapiewissenschaften / Public Health | Forschung, Lehre, Management, Versorgungsforschung | 2–4 Semester | 60–120 | Forschung, Management, klinische Spezialisierung, Lehre |
Ergotherapie an der SRH Fernhochschule
Mit dem Bachelor Therapiewissenschaften – Ergotherapie (B.Sc.) bietet Ihnen die SRH Fernhochschule einen weiterqualifizierenden, akkreditierten Studiengang mit 180 ECTS, drei Semestern Regelstudienzeit und individueller Studiendauer-Flexibilisierung über die Flex-Modelle. Sie studieren berufsbegleitend, ortsunabhängig und ohne NC – mit Wahlmodulen, einem Praxisprojekt und einer Bachelorarbeit, in der Sie eigene Schwerpunkte setzen.
Welche Studienformen gibt es?
Ergotherapie können Sie heute in fünf grundlegenden Studienformen studieren. Welche zu Ihnen passt, hängt von Ihrer Ausgangssituation, Ihrer beruflichen Planung und Ihren persönlichen Verpflichtungen ab.
Studienformen im Vergleich
| Studienform | So funktioniert es | Passt besonders gut, wenn … | Das sollten Sie bedenken |
| Präsenzstudium (Vollzeit) | Studium primärqualifizierend an einer Hochschule, in Präsenz | … Sie direkt nach der Schule starten und in einer akademischen Umgebung studieren möchten | Ortsgebundenheit, oft kostenintensives Pendeln, begrenzte Studienplätze |
| Teilzeitstudium | Reduzierter Workload, gleiche Inhalte, längere Studiendauer | … Sie Beruf oder Familie nicht ganz pausieren möchten | Verlängerte Studiendauer, weniger Studienangebote bundesweit |
| Berufsbegleitendes Studium | Studium neben dem Beruf, oft mit Abend- oder Wochenendformaten | … Sie bereits als Ergotherapeut:in arbeiten und sich akademisch weiterqualifizieren wollen | Hohe Doppelbelastung, gute Selbstorganisation nötig |
| Duales / ausbildungsintegrierendes Studium | Ausbildung an Berufsfachschule + Studium an Kooperationshochschule | … Sie zwei Abschlüsse parallel erwerben möchten und klare Berufsausrichtung haben | Begrenzte Hochschul-Schule-Kooperationen, anspruchsvolle Lernbelastung |
| Fernstudium | 100 % flexibel, digital, ortsunabhängig | … Sie maximale Flexibilität brauchen – Beruf, Familie, Wohnort | Hohes Maß an Selbstorganisation, weniger Präsenz-Networking |
Wie lange dauert das Ergotherapie-Studium und was kostet es?
Dauer und Kosten variieren stark, je nach Hochschule, Studienmodell und Bundesland. Hier finden Sie die wichtigsten Eckdaten – und Hinweise, wie Sie Ihr Studium realistisch planen.
- Primärqualifizierender Bachelor: 7–8 Semester, 210–240 ECTS
- Ausbildungsintegrierender Bachelor: 3,5–4 Jahre
- Weiterqualifizierender Bachelor (SRH Fernhochschule): 3 Semester Regelstudienzeit, 180 ECTS – plus kostenfreie Verlängerung um bis zu 18 Monate
- Master Therapiewissenschaften / Public Health: 2–4 Semester, 60–120 ECTS
Weitere Hinweise zur Regelstudienzeit und zur individuellen Studiendauer finden Sie auf den verlinkten Service-Seiten.
Die Kosten unterscheiden sich erheblich:
- Staatliche Hochschulen erheben üblicherweise nur Semesterbeiträge zwischen ca. 150 und 350 € pro Semester.
- Private Hochschulen und Fachhochschulen bewegen sich – je nach Studiengang – zwischen ca. 8.000 € und 18.000 € Gesamtgebühren über die gesamte Studiendauer.
- Hinzu kommen Nebenkosten für Literatur, technische Ausstattung, Praktika, ggf. Fahrtkosten zu Präsenzphasen und – je nach Lebenssituation – Lebenshaltungskosten.
An der SRH Fernhochschule starten die monatlichen Studiengebühren für den Bachelor Therapiewissenschaften – Ergotherapie ab rund 220 €/Monat (im günstigsten Flex-Modell, abhängig von aktuellen Aktionen). Eine immer aktuelle Übersicht aller Gebühren und Flex-Modelle finden Sie unter Studiengebühren.
Für die Finanzierung Ihres Ergotherapie-Studiums gibt es zahlreiche Möglichkeiten:
- BAföG für Schüler:innen und Studierende
- Aufstiegs-BAföG für ausbildungsintegrierende Studiengänge
- Stipendien wie das Deutschlandstipendium oder fachspezifische Förderprogramme der Gesundheitsverbände
- Bildungskredite (z. B. KfW)
- Förderung durch Arbeitgeber, z. B. über betriebliche Bildungsverträge oder im Rahmen unseres job-&-study-Programms
- Steuerliche Geltendmachung der Studiengebühren als Werbungskosten
Alle Optionen im Überblick finden Sie unter Förderung & Stipendien.
Welche Karrierewege eröffnet ein Ergotherapie-Studium?
Mit einem akademischen Abschluss in Ergotherapie öffnen sich Ihnen Tätigkeitsfelder, die weit über die klassische Behandlung hinausgehen. Sie sind nicht nur Therapeut:in, sondern auch wissenschaftlich denkende Fachkraft, Beratende und – wenn Sie möchten – Leitung, Lehrende oder Forschende.
- Arbeit mit Kindern mit Entwicklungsverzögerungen, ADHS, Autismus-Spektrum-Störungen, geistiger oder körperlicher Behinderung
- Frühförderung, Schulbegleitung, sozialpädiatrische Zentren (SPZ)
- Beratung von Eltern, Erzieher:innen und Lehrer:innen
- Behandlung nach Schlaganfall, Schädel-Hirn-Trauma, Multipler Sklerose, Parkinson
- Demenz- und Alterspsychiatrie
- Stationäre und ambulante Rehabilitation, Anschlussheilbehandlung
- Geriatrische Tageskliniken und gerontologische Versorgung
- Akutpsychiatrie, Tageskliniken, Suchtkliniken
- Forensische Psychiatrie und sozialpsychiatrische Dienste
- Wiedereingliederung in Arbeit und Alltag bei Depression, Angststörungen, Psychosen
- Krisenintervention und Rückfallprophylaxe
- Arbeitstherapie und berufliche Rehabilitation (z. B. nach SGB IX)
- Spezialisierte Handtherapie (z. B. nach Unfällen oder operativen Eingriffen)
- Multimodale Schmerztherapie
- Hilfsmittelversorgung, Wohnraumberatung, ergonomische Arbeitsplatzgestaltung
- Praxisleitung oder Eröffnung einer eigenen Praxis mit fundierter wissenschaftlicher Basis
- Lehrtätigkeit an Berufsfachschulen und Hochschulen
- Mitarbeit oder Leitung in Versorgungsforschung und klinischen Studien
- Qualitätsmanagement, Innovation und digitale Transformation im Gesundheitswesen
- Weiterqualifizierung zur Lerntherapeut:in oder im interdisziplinären Therapiemanagement
- Kliniken, Reha-Einrichtungen und Spezialzentren
- Niedergelassene ergotherapeutische Praxen
- Sozialpädiatrische Zentren, Frühförderstellen, Schulen
- Werkstätten für Menschen mit Behinderung, Wohnheime, integrative Einrichtungen
- Forschungsinstitute, Hochschulen, Berufsfachschulen
- Unternehmen im Bereich Hilfsmittel, Therapiegeräte, Digital Health
- Öffentliche Verwaltung und Sozialversicherungsträger
Mit einem akademischen Abschluss sind Sie zudem für eine Selbstständigkeit mit eigener Praxis besser aufgestellt – Sie können wissenschaftlich begründete Konzepte einsetzen, Mitarbeitende anleiten und Ihr Angebot evidenzbasiert weiterentwickeln.
Das Gehalt als Ergotherapeut:in hängt stark von Region, Träger, Berufserfahrung und Spezialisierung ab. Laut Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit liegt das Medianentgelt für angestellte Ergotherapeut:innen aktuell im Jahr 2026 bei rund 3.475 € brutto im Monat (Vollzeit, Median über alle Bundesländer). Tarifgebundene Träger (z. B. nach TVöD-Gesundheit oder kirchliche AVR) und Kliniken zahlen im Schnitt höher, kleinere niedergelassene Praxen häufig niedriger.
Mit einem Bachelor- oder Master-Abschluss in Ergotherapie bzw. Therapiewissenschaften verschieben sich die Gehaltsperspektiven spürbar nach oben: Sie qualifizieren sich für Leitungs-, Lehr- und Forschungsfunktionen, die in der Regel oberhalb der Tarifgruppen für reine Therapietätigkeiten eingruppiert sind. In der eigenen Praxis hängt der Verdienst zusätzlich von Praxisgröße, Patient:innenstamm und IGeL-Anteil ab – ein akademischer Abschluss verbessert hier sowohl die Argumentation bei Kostenträgern als auch die Positionierung am Markt.
Hinweis: Tagesaktuelle Zahlen prüfen Sie am besten direkt im Entgeltatlas und im Berufenet der Bundesagentur für Arbeit.
Welches therapeutische Studium oder Ausbildung passt zu Ihrem Ziel?
Ob Sie sich noch in der Ausbildung befinden, frisch examiniert sind oder bereits viele Jahre Berufserfahrung mitbringen – Ihr passender Studiengang hängt von Ihrer Ausgangssituation und Ihrer beruflichen Vision ab. Die SRH Fernhochschule bietet Ihnen verschiedene Wege, Ihre therapeutische Tätigkeit auf akademisches Niveau zu bringen und benachbarte Felder zu erschließen.
FAQ zum Ergotherapie-Studium
Im Ergotherapie-Studium lernen Sie, Menschen jeden Alters dabei zu unterstützen, ihre Handlungsfähigkeit, Selbstständigkeit und Teilhabe trotz Erkrankung, Behinderung oder Entwicklungsverzögerung zurückzugewinnen. Sie verbinden medizinisch-therapeutische Verfahren mit evidenzbasiertem Arbeiten, klientenzentrierter Beratung und wissenschaftlicher Methodik. Praxisphasen oder die parallele Ausbildung sichern den engen Bezug zum Therapiealltag.
Die Ausbildung dauert drei Jahre und führt zur staatlichen Berufsanerkennung als Ergotherapeut:in. Ein Studium fügt eine wissenschaftliche Dimension hinzu: Sie lernen Forschungsmethoden, Statistik und evidenzbasierte Praxis und qualifizieren sich für Leitungs-, Lehr- und Forschungsaufgaben. Viele Studiengänge kombinieren beides – als ausbildungsintegrierendes oder weiterqualifizierendes Modell.
Nicht zwingend. Neben der allgemeinen, fachgebundenen oder Fachhochschulreife ermöglichen anerkannte Aufstiegsfortbildungen, ein Probestudium oder eine abgeschlossene Berufsausbildung als Ergotherapeut:in den Zugang. Mehr Informationen finden Sie unter Studieren ohne Abitur.
Ja. An der SRH Fernhochschule ist das Ergotherapie-Studium nicht mit einem Numerus Clausus belegt. Sie können sich ohne Wartesemester und monatlich bewerben und Ihr Studium auch ohne Top-Abinote aufnehmen.
Primärqualifizierende Bachelor dauern in der Regel 7–8 Semester, ausbildungsintegrierende Modelle 3,5 bis 4 Jahre. Weiterqualifizierende Bachelor – wie an der SRH Fernhochschule – sind durch Anrechnung der Berufsausbildung in 3 Semestern berufsbegleitend zu schaffen. Ein Master dauert je nach Modell 2 bis 4 Semester.
An staatlichen Hochschulen fallen meist nur Semesterbeiträge an. Private Hochschulen liegen über die gesamte Studiendauer in einem Rahmen von rund 8.000 bis 18.000 €. Eine aktuelle Übersicht finden Sie unter Studiengebühren.
Laut Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit liegt das Medianentgelt für angestellte Ergotherapeut:innen bei rund 3.475 € brutto pro Monat (Vollzeit). Mit Berufserfahrung, akademischem Abschluss und Tarifbindung sind höhere Gehälter realistisch. Wer in Leitung, Lehre oder Forschung tätig ist oder eine eigene Praxis führt, kann den Median deutlich überschreiten – konkrete Spannweiten hängen von Region, Träger und Spezialisierung ab.
Ja. Vor allem als ausgebildete:r Ergotherapeut:in profitieren Sie von einem berufsbegleitenden Fernstudium, weil Sie Beruf, Familie und Studium flexibel kombinieren können. Die SRH Fernhochschule bietet den Bachelor Therapiewissenschaften – Ergotherapie als reines Fernstudium mit monatlichem Studienstart an.
Sie lernen medizinische und naturwissenschaftliche Grundlagen, therapeutische Modelle (z. B. CMOP-E, MOHO), spezifische Verfahren wie Bobath, Affolter oder Sensorische Integration, klientenzentrierte Beratung, wissenschaftliches Arbeiten, Forschungsmethoden, digitale Therapie und Versorgungsforschung. Hinzu kommen Praxisprojekte und eine Bachelorarbeit, in der Sie eigene Schwerpunkte setzen.
Sie arbeiten als Ergotherapeut:in in Klinik, Reha, Praxis, Pädiatrie, Neurologie, Geriatrie, Psychiatrie oder in der Arbeitstherapie. Mit einem akademischen Abschluss sind außerdem Leitungs-, Lehr- und Forschungsaufgaben sowie eine wissenschaftlich fundierte Selbstständigkeit möglich. Auch Tätigkeiten in Hilfsmittelversorgung, Digital Health, Verwaltung und Verbandsarbeit kommen infrage.
Ergotherapie fokussiert auf Handlungsfähigkeit und Teilhabe im Alltag, Physiotherapie auf Bewegung und Körperfunktionen, Logopädie auf Sprache, Sprechen, Stimme und Schlucken. Alle drei Berufe arbeiten interdisziplinär – häufig im selben Versorgungsumfeld, aber mit unterschiedlichen Methoden und Indikationen.
Ja, vor allem in einem akademisierten Gesundheitssystem. Sie verbessern Ihre Karriereperspektiven und Verdienstmöglichkeiten, qualifizieren sich für Leitungs- und Forschungsaufgaben und sind international anschlussfähig. Außerdem stärkt das Studium Ihre Stimme im interdisziplinären Team – auf Augenhöhe mit Medizin, Pflege und Psychologie.
Primärqualifizierende Studiengänge vermitteln Studium und Berufsanerkennung gleichzeitig – ohne vorgeschaltete Ausbildung. Ausbildungsintegrierende Modelle koppeln Berufsfachschule und Hochschule. Weiterqualifizierende Studiengänge bauen auf einer abgeschlossenen oder laufenden Berufsausbildung auf und sind häufig berufsbegleitend organisiert.
Sehr. Sie lernen, Studien zu lesen, zu bewerten und in die eigene Praxis zu übertragen, eigene Forschungsfragen zu formulieren, qualitative und quantitative Methoden anzuwenden und Ergebnisse evidenzbasiert zu interpretieren. Damit werden Sie zur:m fachlich begründeten Behandler:in – nicht nur zum Erfahrungstherapeut:in.
Typische Schwerpunkte sind Pädiatrie, Neurologie, Geriatrie, Psychiatrie, Handtherapie, Arbeitstherapie, Schmerztherapie sowie übergreifende Felder wie Naturheilkunde, digitale Therapie, Versorgungsforschung und Leitung. An der SRH Fernhochschule können Sie über drei Wahlmodule individuelle Schwerpunkte setzen.